Wie viel Koffein steckt in Tee? Sorten und Zubereitung

Käte Kraft .

11. Juli 2026

Grüner Tee mit Coffein in Tee, zubereitet aus feinem Pulver auf einem Holzbrett.

Eine Tasse Tee kann angenehm anregen, ohne sich so kräftig anzufühlen wie Kaffee. Wie viel Coffein in Tee steckt, hängt jedoch stark von Sorte, Blattmenge, Wassertemperatur und Ziehzeit ab. Ich ordne die wichtigsten Mengen ein, erkläre die Wirkung der weiteren Inhaltsstoffe und zeige, wie du den Gehalt in deiner Tasse gezielt steuerst.

So lässt sich Koffein im Tee schnell einordnen

  • Schwarztee enthält pro 200 bis 250 ml meist etwa 30 bis 50 mg Koffein.
  • Grüntee liegt häufig bei rund 20 bis 40 mg, kann je nach Sorte aber deutlich abweichen.
  • Matcha kann durch das mitgetrunkene Teepulver ähnlich viel oder mehr Koffein als Schwarztee liefern.
  • Rooibos, Kräuter- und Früchtetee sind von Natur aus koffeinfrei, sofern keine Teeblätter zugesetzt wurden.
  • Ziehzeit, Temperatur und Teemenge beeinflussen den Koffeingehalt stärker als die Farbe des Aufgusses.

Vergleich des Koffeingehalts in Tee und Kaffee pro 8 oz Tasse. Kräutertee hat kein Koffein, während schwarzer Tee ca. 50mg und Kaffee ca. 100mg enthält.

Wie viel Koffein eine Tasse Tee wirklich liefert

Als grobe Orientierung enthält eine normale Tasse Schwarztee mit 200 bis 250 ml etwa 30 bis 50 mg Koffein. Grüner Tee liegt oft etwas niedriger, doch einzelne Sorten können durchaus in einen ähnlichen Bereich kommen. Die Werte sind deshalb Richtgrößen und keine feste Eigenschaft der Teefarbe.

Getränk Typische Portion Koffein als Richtwert
Schwarztee 200 bis 250 ml 30 bis 50 mg
Grüntee 200 bis 250 ml 20 bis 40 mg
Oolongtee 200 bis 250 ml 25 bis 45 mg
Weißtee 200 bis 250 ml 15 bis 35 mg
Matcha 1 bis 2 g Pulver 30 bis 70 mg
Rooibos-, Kräuter- und Früchtetee 200 bis 250 ml 0 mg

Zum Vergleich nennt die EFSA für eine Tasse Schwarztee mit etwa 220 ml rund 50 mg Koffein, während 200 ml Filterkaffee ungefähr 90 mg liefern können. Entscheidend ist die Zubereitung: Ein großer Becher mit viel Blattmaterial kann mehr Koffein enthalten als eine kleine, mild aufgegossene Tasse derselben Sorte.

Welche Tees viel oder wenig Koffein enthalten

Schwarztee und Grüntee stammen beide von Camellia sinensis. Der Unterschied liegt vor allem in der Verarbeitung der Blätter, nicht darin, dass eine Sorte grundsätzlich koffeinhaltig und die andere koffeinfrei wäre. Auch Oolong- und Weißtee enthalten Koffein, selbst wenn ihr Geschmack milder wirkt.

Schwarztee und Grüntee

Assam, Ceylon oder kräftige Frühstücksmischungen wirken häufig anregender, weil sie intensiv aufgegossen und oft mit relativ viel Tee zubereitet werden. Bei Grüntee liefern beispielsweise Sencha oder Gyokuro nicht automatisch weniger Koffein. Junge Blätter und Knospen können sogar vergleichsweise reich daran sein.

Matcha ist ein Sonderfall

Bei Matcha trinkst du nicht nur einen Aufguss, sondern das fein gemahlene Blatt selbst. Dadurch gelangen mehr lösliche und unlösliche Pflanzenstoffe in die Tasse, und der Koffeingehalt kann höher ausfallen als bei einem milden Grünteeaufguss. Für einen sanften Start genügt oft ein Gramm Pulver statt der häufig verwendeten zwei Gramm.

Teeähnliche Aufgüsse

Rooibos, Kamille, Pfefferminze und viele Früchtetees enthalten von Natur aus kein Koffein. Bei Mischungen lohnt sich trotzdem ein Blick auf die Zutatenliste. Mate, Guarana, schwarzer Tee oder grüner Tee bringen Koffein in eine Mischung, auch wenn auf der Vorderseite Begriffe wie „Wellness“ oder „Abendtee“ stehen.

Warum Ziehzeit und Teemenge den Unterschied machen

Der Koffeingehalt des trockenen Blattes sagt nur begrenzt etwas über deine fertige Tasse aus. Erst beim Aufgießen wandern die löslichen Bestandteile ins Wasser. Mehr Tee und längeres Ziehen erhöhen deshalb in der Regel auch die Koffeinmenge.

  • Teemenge: Zwei Teelöffel liefern mehr Koffein als ein schwach gefüllter Teefilter.
  • Ziehzeit: Ein langer Aufguss wird meist kräftiger und koffeinreicher.
  • Wassertemperatur: Heißeres Wasser extrahiert viele Stoffe schneller.
  • Blattgröße: Feine Partikel aus manchen Teebeuteln geben Inhaltsstoffe oft zügiger ab als große lose Blätter.

Wenn ich einen Tee abends trinken möchte, reduziere ich zuerst die Blattmenge und verkürze die Ziehzeit. Das ist meist sinnvoller, als nur auf die Bezeichnung „grün“ oder „weiß“ zu vertrauen. Ein kurzer erster Aufguss, dessen Wasser weggeschüttet wird, kann den Gehalt senken, entfernt das Koffein aber nicht zuverlässig vollständig und verändert zugleich den Geschmack.

Auch Cold Brew ist nicht automatisch koffeinfrei. Das kalte Wasser extrahiert langsamer, eine lange Ziehzeit kann diesen Effekt jedoch teilweise ausgleichen. Wer den Gehalt wirklich niedrig halten möchte, fährt mit einem koffeinfreien Ausgangsprodukt sicherer.

Was Koffein im Tee zusammen mit anderen Inhaltsstoffen bewirkt

Koffein blockiert im Gehirn teilweise die Wirkung von Adenosin, einem Botenstoff, der Müdigkeit fördert. Dadurch können Wachheit, Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit vorübergehend steigen. Die Wirkung beginnt je nach Person und Magenfüllung häufig innerhalb von 15 bis 45 Minuten.

Tee enthält außerdem L-Theanin, eine Aminosäure, sowie Polyphenole. L-Theanin macht Koffein nicht unschädlich und verhindert auch keine Schlafprobleme. Viele Menschen empfinden die Kombination jedoch als gleichmäßiger und weniger nervös machend als Kaffee, was auch an der geringeren Portion und der langsameren Trinkweise liegen kann.

Gerbstoffe und Polyphenole prägen vor allem Geschmack, Farbe und Mundgefühl. Sie sind kein Grund, die Koffeinmenge pauschal niedriger einzuschätzen. Ein bitterer Aufguss muss nicht besonders viel Koffein enthalten, und ein milder Tee kann trotzdem spürbar anregen.

Die Halbwertszeit von Koffein liegt bei vielen Erwachsenen ungefähr bei vier bis sechs Stunden, kann aber deutlich abweichen. Wer abends schlecht einschläft, sollte nicht nur Kaffee, sondern auch Schwarztee, Grüntee, Matcha und Mate am späten Nachmittag kritisch prüfen.

Wie du Koffein sicher und passend zu deinem Alltag dosierst

Für gesunde Erwachsene gelten laut EFSA bis zu 400 mg Koffein über den Tag verteilt als unbedenkliche Orientierung. Als einzelne Dosis gelten bis zu 200 mg als unproblematisch. Das ist keine persönliche Zielmenge, sondern eine allgemeine Einschätzung für gesunde Menschen mit durchschnittlicher Empfindlichkeit.

Für Schwangere und Stillende werden maximal 200 mg pro Tag aus allen Quellen empfohlen. Bei Kindern und Jugendlichen gilt als Orientierung ein Wert von 3 mg pro Kilogramm Körpergewicht am Tag. Medikamente, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Angststörungen oder eine ausgeprägte Empfindlichkeit können eine niedrigere persönliche Grenze sinnvoll machen.

Ich würde Koffein immer über den gesamten Tag zusammenzählen. Zwei Tassen Schwarztee, ein Matcha-Latte, Cola und dunkle Schokolade können zusammen deutlich mehr ergeben, als die einzelne Tasse vermuten lässt. Bei Herzklopfen, Zittern, Unruhe, Magenbeschwerden oder anhaltenden Schlafproblemen ist eine Pause sinnvoll; bei starken oder wiederkehrenden Beschwerden sollte ärztlicher Rat dazukommen.

Lesen Sie auch: Wie viel Koffein hat Ceylon-Tee? Richtwerte und Zubereitung

Die passende Wahl für wenig Koffein

  • Für den Morgen eignen sich kräftiger Schwarztee, Matcha oder Mate.
  • Für den Nachmittag sind mild dosierter Grüntee oder ein kurzer Oolong-Aufguss oft praktischer.
  • Für den Abend bieten sich Rooibos, Kräutertee oder Früchtetee ohne zugesetzte Teeblätter an.
  • „Entkoffeinierter“ Tee kann noch geringe Restmengen enthalten und ist nicht mit absoluter Koffeinfreiheit gleichzusetzen.

Die richtige Teetasse für deinen Tagesrhythmus

Die einfachste Regel lautet: Für mehr Anregung zählen Blattmenge und Ziehzeit, für weniger Koffein zählt die Wahl der Pflanze. Eine kräftige Tasse Schwarztee am Vormittag, ein kleiner Grüntee am frühen Nachmittag und ein koffeinfreier Aufguss am Abend sind für viele Menschen eine stimmige Kombination. So bleibt der Genuss erhalten, ohne dass jede Tasse den Schlaf oder das persönliche Wohlbefinden unnötig belastet.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Eine Tasse Schwarztee mit 200 bis 250 ml enthält meist 30 bis 50 mg Koffein, Grüntee etwa 20 bis 40 mg. Matcha liefert pro 1 bis 2 g Pulver ungefähr 30 bis 70 mg, weil das ganze Teeblatt mitgetrunken wird.
Rooibos, Kamille, Pfefferminze und viele Früchtetees enthalten von Natur aus kein Koffein. Bei Mischungen solltest du die Zutatenliste prüfen, da Mate, Guarana sowie schwarzer oder grüner Tee Koffein enthalten können.
Verwende weniger Teeblätter und verkürze die Ziehzeit. Ein kurzer erster Aufguss, dessen Wasser weggeschüttet wird, kann den Gehalt ebenfalls senken, entfernt Koffein aber nicht zuverlässig vollständig. Für besonders wenig Koffein ist ein koffeinfreies Ausgangsprodukt sicherer.
Für gesunde Erwachsene gelten bis zu 400 mg Koffein über den Tag verteilt als allgemeine Orientierung, einzelne Dosen bis 200 mg. Schwangere und Stillende sollten maximal 200 mg aus allen Quellen pro Tag aufnehmen. Bei Beschwerden wie Herzklopfen, Zittern oder Schlafproblemen kann eine niedrigere persönliche Grenze sinnvoll sein.
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Autor Käte Kraft
Käte Kraft
Mein Name ist Käte Kraft und seit 7 Jahren tauche ich tief in die Welt der Tee-Kultur, erfrischender Getränke und der Mixologie ein. Diese Leidenschaft hat mich dazu gebracht, mich intensiv mit den feinen Nuancen von Blatt-Tees, der Kunst, belebende Erfrischungen zu kreieren, und den Geheimnissen hinter faszinierenden Cocktails zu beschäftigen. Auf comebuy Potsdam teile ich mein Wissen und meine Entdeckungen, um auch Ihnen die Freude an diesen Themen näherzubringen. Ich lege Wert darauf, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären und Ihnen fundierte, aktuelle Informationen zu liefern, die Sie direkt anwenden können.
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