Teesorten von A bis Z entdecken und richtig zubereiten

Käte Kraft .

7. Juli 2026

Verschiedene Teesorten alphabetisch geordnet: Kräutertee, aromatisierter Früchtetee, schwarzer Tee und grüner Tee. Daneben eine Teetasse mit Aufguss.

Eine alphabetische Übersicht ist praktisch, wenn du eine bestimmte Teesorte suchst, aber nicht weißt, in welche Kategorie sie gehört. Hier findest du bekannte Klassiker, seltenere Spezialitäten und teeähnliche Aufgüsse von A bis Z, ergänzt um Geschmack, Koffeingehalt, Zubereitung und Hinweise für die Auswahl.

Die wichtigsten Orientierungspunkte auf einen Blick

  • Sechs Grundtypen bilden den klassischen Tee aus der Teepflanze Camellia sinensis.
  • Kräuter-, Früchte- und Gewürzaufgüsse sind botanisch meist kein echter Tee.
  • Grüner, weißer und Oolong-Tee reagieren empfindlich auf zu heißes Wasser.
  • Koffein steckt nicht nur in Schwarztee, sondern auch in Mate, Guayusa und vielen Grüntees.
  • Geschmack und Qualität hängen stark von Herkunft, Blattgrad, Ernte und Zubereitung ab.

Verschiedene teesorten alphabetisch geordnet: White, Green, Black, Herbal, Dark, Oolong, Pu'er, Chamomile, Chai, Rooibos, Matcha, Earl Grey, Peppermint, Purple, Yellow, Nilgiri, Lapsang Souchong, Darjeeling, Sencha, Assam.

Teesorten alphabetisch von A bis H

Die folgende Liste verbindet die alphabetische Suche mit einer kurzen Einordnung. Ich nehme dabei sowohl klassische Tees als auch Kräuter- und Fruchtaufgüsse auf, weil sie im deutschen Alltag alle als Tee bezeichnet werden.

Buchstabe Teesorten und kurze Einordnung
A Anji Bai Cha ist ein milder chinesischer Grüntee. Apfeltee schmeckt fruchtig und mild, während Assam für einen kräftigen, malzigen Schwarztee aus Indien steht.
B Bai Mudan, auch Pai Mu Tan genannt, ist ein aromatischer weißer Tee. Bancha ist ein eher milder japanischer Grüntee. Bergtee wird aus Sideritis-Arten gewonnen. Brennnesseltee und Brombeerblättertee sind koffeinfreie Kräuteraufgüsse.
C Ceylon bezeichnet Schwarztee aus Sri Lanka und kann je nach Anbaugebiet frisch, zitrisch oder kräftig schmecken. Chai ist meist eine Gewürzmischung mit schwarzem Tee, Milch und Süße. Chun Mee ist ein chinesischer Grüntee mit leicht herber Note.
D Darjeeling gilt als feiner Schwarztee mit blumigem, oft muskatartigem Charakter. Dong Ding ist ein taiwanischer Oolong. Drachenbrunnentee, international Long Jing genannt, wird als flacher chinesischer Grüntee verarbeitet.
E Earl Grey ist klassischerweise Schwarztee mit Bergamotte-Aroma, kommt aber auch als Grün- oder Weißtee vor. Echinacea-Tee ist ein Kräuteraufguss und kein Tee aus der Teepflanze.
F Fencheltee schmeckt süßlich-würzig. Früchtetee besteht häufig aus Hibiskus, Apfel, Hagebutte und weiteren Fruchtbestandteilen. Fukamushi Sencha wird länger gedämpft und ergibt einen besonders kräftigen, trüben Aufguss.
G GABA-Tee ist ein speziell verarbeiteter Tee mit mildem, teilweise fruchtigem Profil. Gelber Tee ist selten und liegt geschmacklich zwischen Grün- und Weißtee. Genmaicha kombiniert japanischen Grüntee mit geröstetem Reis. Grüntee reicht von grasig-frisch bis nussig und herb.
H Hagebuttentee bringt eine fruchtige Säure mit. Hojicha ist gerösteter japanischer Grüntee mit angenehm nussigem Geschmack. Honeybush erinnert an Honig und ist von Natur aus koffeinfrei. Huangshan Maofeng ist ein feiner chinesischer Grüntee.

Gerade bei A bis H zeigt sich schon ein wichtiger Unterschied. Ein Name kann für eine Herkunft, eine Verarbeitung, eine Pflanze oder eine Aromatisierung stehen. Earl Grey und Chai sind deshalb keine eigenständigen botanischen Teesorten im selben Sinn wie Assam oder Sencha.

Alphabetische Teesorten von I bis R

In diesem Bereich treffen kräftige Klassiker auf Gewürzaufgüsse und koffeinfreie Alternativen. Meine Erfahrung ist, dass viele Einsteiger hier ihre persönlichen Favoriten entdecken, weil die Auswahl geschmacklich deutlich breiter wird als bei Schwarz- und Grüntee allein.

Buchstabe Teesorten und kurze Einordnung
I Ingwertee wird aus frischer Ingwerwurzel oder getrockneten Stücken zubereitet. Frischer Ingwer schmeckt schärfer und lebendiger, getrockneter oft wärmer und konzentrierter.
J Jasmintee ist meist ein Grüntee, der mit Jasminblüten aromatisiert wird. Gute Qualitäten wirken duftig, aber nicht parfümiert.
K Kamillentee ist ein milder Kräuteraufguss mit blumigem Aroma. Keemun ist ein chinesischer Schwarztee mit weicher, leicht malziger Note. Kukicha besteht vorwiegend aus Blattstielen und schmeckt mild und nussig. Kurkuma-Tee wird oft mit Ingwer, Pfeffer und Zitrone kombiniert.
L Lapacho wird aus der Rinde des südamerikanischen Lapachobaums aufgegossen und schmeckt erdig-holzig. Lapsang Souchong ist ein rauchiger Schwarztee. Lindenblütentee wirkt aromatisch und leicht süßlich. Long Jing ist die internationale Bezeichnung für Drachenbrunnentee.
M Mao Feng bezeichnet verschiedene chinesische Grüntees mit weichem, pflanzlichem Profil. Masala Chai enthält typischerweise Gewürze wie Kardamom, Zimt und Nelke. Matcha ist fein gemahlener Grüntee, der vollständig mitgetrunken wird. Mate stammt vom Mate-Strauch und enthält spürbar Koffein. Melissentee, Minztee und Moringa-Tee sind pflanzliche Aufgüsse mit sehr unterschiedlichen Aromen.
N Nilgiri ist ein indischer Schwarztee aus den südlichen Nilgiri-Bergen. Er schmeckt häufig heller und frischer als Assam und eignet sich gut für den puren Genuss.
O Oolong wird teilweise oxidiert und liegt dadurch zwischen Grün- und Schwarztee. Je nach Verarbeitung reicht das Aroma von blumig und cremig bis geröstet. Osmanthus-Tee wird oft mit Oolong oder Grüntee kombiniert und erhält dadurch eine fruchtig-blumige Note.
P Pai Mu Tan ist ein weißer Tee aus China und entspricht Bai Mudan. Pfefferminztee schmeckt kühl und intensiv. Pu-Erh ist ein gereifter oder nachfermentierter Tee aus China mit erdigem, tiefem Charakter.
R Rooibos wird aus dem Rotbusch gewonnen, ist koffeinfrei und schmeckt weich, leicht süßlich und kaum bitter. Rosentee kann aus Rosenblüten bestehen oder ein aromatisierter Tee mit Rosennote sein. Die genaue Zusammensetzung sollte auf der Packung stehen.

Bei Mate, Rooibos und Lapacho lohnt sich eine klare Sprache. Sie sind beliebte teeähnliche Getränke, stammen aber nicht von Camellia sinensis. Das ist nicht nur eine botanische Spitzfindigkeit, denn daraus ergeben sich Unterschiede bei Koffein, Geschmack und Zubereitung.

Teesorten von S bis Z

Die letzten Buchstaben versammeln einige der bekanntesten Namen der Teekultur. Hier finden sich japanische Grüntees, chinesische Spezialitäten, Kräuterklassiker und aromatisierte Mischungen für den Alltag.

Buchstabe Teesorten und kurze Einordnung
S Salbeitee schmeckt würzig und leicht herb. Schwarztee ist vollständig oxidierter Tee mit kräftigem Körper. Sencha ist ein japanischer Grüntee mit frischer, pflanzlicher Note. Silver Needle besteht aus feinen Knospen und zählt zu den weißen Tees. Souchong beschreibt große Teeblätter und ist besonders durch Lapsang Souchong bekannt.
T Tie Guan Yin ist ein berühmter chinesischer Oolong mit blumigem Duft. Tulsi-Tee wird aus dem indischen Basilikum hergestellt und schmeckt würzig, pfeffrig und leicht nelkig.
U Ureshino-Tee ist ein japanischer Grüntee aus der Präfektur Saga. Er ist weniger international bekannt, bietet aber einen guten Einstieg in regionale japanische Tees.
V Vanilletee ist meist ein aromatisierter Schwarz-, Grün- oder Rooibostee. Verbene, auch Zitronenverbene genannt, ergibt einen sehr frischen, zitronigen Kräuteraufguss.
W Waldbeerentee gehört meist zu den Früchtetees und schmeckt süß-säuerlich. Weißer Tee wird besonders schonend verarbeitet und wirkt oft zart, blumig oder leicht honigartig. Weihnachtstee ist eine Gewürzmischung, häufig mit Zimt, Orange, Nelke und Apfel.
Y Yunnan bezeichnet Tee aus der chinesischen Provinz Yunnan. Besonders bekannt sind kräftige Schwarztees und charaktervolle Pu-Erh-Tees.
Z Zimttee wird aus Zimtstücken oder als Mischung mit Schwarztee und Gewürzen aufgegossen. Zitronentee kann Tee mit Zitronenaroma oder ein Aufguss aus Zitronenschale sein. Zitronenverbene liefert ein klares, zitroniges Aroma ohne die Säure von Früchtetee.

Bei Mischungen prüfe ich nicht nur den Namen auf der Vorderseite, sondern auch die Zutatenliste. Ein „Zitronentee“ kann ein echter Kräuteraufguss sein, aber ebenso ein Schwarztee mit Aroma. Die Zutaten entscheiden deshalb über Koffein, Säure und den passenden Aufguss.

Was die wichtigsten Teegruppen unterscheidet

Die klassische Teepflanze heißt Camellia sinensis. Aus ihr entstehen vor allem weißer, grüner, gelber, Oolong-, schwarzer und dunkler Tee. Entscheidend ist weniger die Pflanze selbst als die Verarbeitung der Blätter, besonders der Grad der Oxidation.

Gruppe Typischer Geschmack Zubereitung für 250 ml
Weißtee zart, blumig, leicht süßlich 75 bis 85 °C, 2 bis 5 Minuten
Grüntee frisch, grasig, nussig oder herb 70 bis 80 °C, 1 bis 3 Minuten
Gelber Tee mild, rund, leicht geröstet 75 bis 85 °C, 2 bis 4 Minuten
Oolong blumig bis geröstet 85 bis 95 °C, 2 bis 4 Minuten
Schwarztee kräftig, malzig, würzig 90 bis 100 °C, 3 bis 5 Minuten
Pu-Erh und dunkle Tees erdig, holzig, tief 95 bis 100 °C, 3 bis 5 Minuten
Kräuter- und Früchtetee je nach Zutat frisch, würzig oder fruchtig 95 bis 100 °C, meist 5 bis 10 Minuten

Die Angaben sind ein guter Startpunkt, keine unveränderliche Regel. Ich reduziere bei bitterem Grüntee zuerst die Temperatur oder die Ziehzeit, während kräftiger Schwarztee oft eine längere Infusion verträgt. Für losen Tee sind 2 bis 3 Gramm pro 250 Milliliter meist eine brauchbare Orientierung.

So findest du aus der Liste die passende Sorte

Für einen sanften Einstieg empfehle ich einen milden Bancha, weißen Tee oder Rooibos. Wer kräftige Tassen mit Milch trinkt, ist mit Assam, Ceylon oder einem Masala Chai besser bedient. Frische, herbe Aromen findest du bei Sencha, Chun Mee und vielen Jasmintees.

  • Ohne Koffein: Rooibos, Honeybush, Kamille, Pfefferminze, Hagebutte und Zitronenverbene.
  • Mit spürbarem Koffein: Schwarztee, Grüntee, Matcha, Oolong, Mate und Guayusa.
  • Für den Abend: Kräuteraufgüsse ohne zugesetzten echten Tee.
  • Für Eistee: Früchtetee, Jasmintee, Schwarztee und leicht gerösteter Oolong.
  • Für konzentrierten Geschmack: Matcha, Pu-Erh oder ein hochwertiger loser Blatttee.

Ein häufiger Fehler ist zu heißes Wasser bei Grüntee und Matcha. Dadurch entstehen schnell bittere Noten, die fälschlich der Sorte zugeschrieben werden. Bei Früchtetee und Kräutertee darf das Wasser dagegen sprudelnd kochen, sofern die Packung nichts anderes vorgibt.

Auch die Wasserqualität macht einen Unterschied. Hartes Wasser kann feine Aromen dämpfen und einen gräulichen Film auf der Oberfläche hinterlassen. Für besonders zarte Tees verwende ich deshalb gern gefiltertes oder weiches Wasser, während kräftiger Assam mit normalem Leitungswasser meist problemlos funktioniert.

Die alphabetische Liste als persönliche Teekarte nutzen

Eine alphabetische Übersicht hilft vor allem beim Entdecken, ersetzt aber nicht den Blick auf Herkunft, Zutaten und Zubereitung. Wenn du neue Sorten ausprobierst, notiere dir Sorte, Wassertemperatur und Ziehzeit. Schon nach wenigen Tassen erkennst du, ob du eher frische Grüntees, runde Oolongs, kräftige Schwarztees oder koffeinfreie Kräuteraufgüsse bevorzugst.

Mein persönlicher Rat lautet, nicht sofort die größte Packung zu kaufen. Bei unbekannten Sorten reichen zunächst 20 bis 30 Gramm, denn ein Name wie „Oolong“ oder „Früchtetee“ beschreibt noch nicht den gesamten Geschmack. So bleibt die alphabetische Entdeckungsreise abwechslungsreich und endet nicht mit einem Schrank voller Tees, die niemand mehr aufgießt.

Häufig gestellte Fragen

Weißer, grüner, gelber, Oolong-, schwarzer und dunkler Tee stammen von Camellia sinensis. Kräuter-, Früchte- und Gewürzaufgüsse wie Rooibos, Kamille oder Mate sind botanisch keine echten Tees.
Spürbares Koffein enthalten unter anderem Schwarztee, Grüntee, Matcha, Oolong, Mate und Guayusa. Rooibos, Honeybush, Kamille, Pfefferminze, Hagebutte und Zitronenverbene sind koffeinfrei.
Grüntee gelingt meist bei 70 bis 80 °C, Weißtee und gelber Tee bei 75 bis 85 °C. Oolong benötigt etwa 85 bis 95 °C, Schwarztee sowie Pu-Erh 95 bis 100 °C. Kräuter- und Früchtetee werden meist mit 95 bis 100 °C aufgegossen.
Für einen sanften Einstieg eignen sich milder Bancha, weißer Tee oder Rooibos. Wer kräftige Tassen mit Milch bevorzugt, kann Assam, Ceylon oder Masala Chai wählen. Für frische, herbe Aromen sind Sencha, Chun Mee und Jasmintee passende Optionen.
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Autor Käte Kraft
Käte Kraft
Mein Name ist Käte Kraft und seit 7 Jahren tauche ich tief in die Welt der Tee-Kultur, erfrischender Getränke und der Mixologie ein. Diese Leidenschaft hat mich dazu gebracht, mich intensiv mit den feinen Nuancen von Blatt-Tees, der Kunst, belebende Erfrischungen zu kreieren, und den Geheimnissen hinter faszinierenden Cocktails zu beschäftigen. Auf comebuy Potsdam teile ich mein Wissen und meine Entdeckungen, um auch Ihnen die Freude an diesen Themen näherzubringen. Ich lege Wert darauf, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären und Ihnen fundierte, aktuelle Informationen zu liefern, die Sie direkt anwenden können.
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