Mate-Tee-Nebenwirkungen - Was wirklich dahintersteckt

Tamara Ackermann .

4. Juli 2026

Ein grüner Mate-Becher mit Metallstrohhalm auf einem Holztisch. Informiere dich über mögliche mate tee nebenwirkungen, bevor du ihn genießt.

Mate-Tee kann angenehm wach machen, doch bei empfindlichen Menschen kippt der Genuss schnell in Nervosität, Herzklopfen oder schlechten Schlaf. Ich zeige, welche Mate-Tee-Nebenwirkungen tatsächlich häufig sind, warum die Zubereitung eine große Rolle spielt und wer bei dem Aufguss besonders vorsichtig sein sollte.

Die wichtigsten Fakten zu Mate-Tee auf einen Blick

  • Koffein ist der häufigste Auslöser für Beschwerden wie Unruhe, Herzrasen, Magenprobleme und Schlafstörungen.
  • Für gesunde Erwachsene gelten höchstens 200 mg Koffein als Einzeldosis und bis zu 400 mg über den Tag verteilt als Orientierung.
  • In der Schwangerschaft sollten insgesamt höchstens 200 mg Koffein täglich aufgenommen werden.
  • Sehr heißer Mate ist problematischer als abgekühlter Aufguss. Getränke über etwa 65 °C können die Speiseröhre langfristig belasten.
  • Der Koffeingehalt schwankt stark. Auch Mate-Limonaden, Kaffee, Energy-Drinks und Schokolade zählen zur Tagesmenge.

Welche Nebenwirkungen bei Mate-Tee am häufigsten auftreten

Die meisten Beschwerden entstehen nicht durch einen besonderen Giftstoff der Matepflanze, sondern durch ihr natürlich enthaltenes Koffein. Wie stark jemand reagiert, hängt von Körpergewicht, Gewöhnung, Schlaf, Stress und der gesamten Koffeinzufuhr ab.

Beschwerde Typischer Auslöser Was meist hilft
Nervosität und Zittern Zu große Menge oder hohe Empfindlichkeit Pause einlegen und Portion verkleinern
Herzklopfen oder schneller Puls Koffein, oft kombiniert mit Kaffee oder Energy-Drinks Koffein stoppen und Beschwerden beobachten
Einschlafprobleme Mate am späten Nachmittag oder Abend Mindestens 6 bis 8 Stunden vor dem Schlafengehen meiden
Sodbrennen und Übelkeit Starker Aufguss, leerer Magen oder individuelle Unverträglichkeit Schwächer zubereiten und nicht nüchtern trinken
Kopfschmerzen Überdosierung oder plötzlicher Koffeinentzug Gesamtmenge langsam reduzieren

Auch häufigerer Harndrang, Unruhe und eine vorübergehende Blutdrucksteigerung sind möglich. Ich halte besonders das Zusammenspiel mehrerer Quellen für unterschätzt. Eine Flasche Mate-Limonade am Vormittag, zwei Kaffees und später noch ein kräftiger Aufguss können deutlich mehr ausmachen als erwartet.

Bei Brustschmerzen, Ohnmacht, anhaltendem Herzrasen oder Atemnot sollte man nicht abwarten, sondern medizinische Hilfe holen. Solche Symptome lassen sich nicht zuverlässig als harmlose Reaktion auf Tee einordnen.

Warum Koffeingehalt und Zubereitung den Unterschied machen

Eine feste Zahl pro Tasse gibt es bei Mate nicht. Entscheidend sind Blattmenge, Wassertemperatur, Ziehzeit und Anzahl der Aufgüsse. Wer eine große Menge Blätter verwendet und immer wieder heißes Wasser nachgießt, nimmt über längere Zeit mehr Koffein auf als bei einer kleinen Tasse mit kurzem Kontakt.

Mate wird oft langsamer und länger anregend wahrgenommen als Kaffee. Das bedeutet aber nicht, dass der Aufguss automatisch koffeinarm ist. Bei fertigen Getränken lässt sich der Gehalt am besten über das Etikett prüfen. Getränke mit mehr als 150 mg Koffein pro Liter müssen in Deutschland einen entsprechenden Warnhinweis tragen.

Die EFSA nennt für gesunde Erwachsene bis zu 200 mg Koffein als einzelne Aufnahme und maximal 400 mg über den Tag verteilt als gesundheitliche Orientierung. Diese Werte sind keine Einladung, sie auszureizen. Wer bereits bei 50 oder 80 mg unruhig wird, sollte sich an der eigenen Reaktion orientieren.

Ein praktischer Ansatz ist, zunächst eine kleinere Portion zu trinken und mindestens eine Stunde zu beobachten, wie der Körper reagiert. Gerade bei starkem Mate aus der Kalebasse verliert man leicht den Überblick, weil nicht eine einzelne Tasse, sondern viele kleine Nachgüsse zusammenkommen.

Wer bei Mate besonders vorsichtig sein sollte

Menschen mit Koffeinempfindlichkeit reagieren häufiger mit Angstgefühl, innerer Unruhe, Schlafproblemen oder Herzklopfen. Auch bei Reflux, empfindlichem Magen, Angststörungen oder bekannten Herzrhythmusstörungen ist ein vorsichtiger Umgang sinnvoll.

Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft zählt Mate zur gesamten Koffeinmenge des Tages. Als Richtwert gelten höchstens 200 mg Koffein täglich, wobei Kaffee, Tee, Kakao, Cola und koffeinhaltige Nahrungsergänzungsmittel mitgerechnet werden. Bei Unsicherheit würde ich Mate eher schwach und gelegentlich trinken oder auf eine koffeinfreie Alternative wechseln.

Beim Stillen geht ein kleiner Teil des Koffeins in die Muttermilch über. Wenn ein Säugling auffällig unruhig schläft oder ungewöhnlich gereizt wirkt, kann es sinnvoll sein, die eigene Koffeinzufuhr vorübergehend zu reduzieren und die Beobachtung mit Hebamme oder Arzt zu besprechen.

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Kinder, Jugendliche und Menschen mit Erkrankungen

Für Kinder und Jugendliche sind koffeinhaltige Mate-Limonaden und Energy-Drinks besonders ungünstig, weil sie schnell getrunken werden und oft zusätzlich viel Zucker enthalten. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hohem Blutdruck oder einer Behandlung mit stimulierenden Medikamenten sollte die Menge vorher ärztlich oder in der Apotheke geklärt werden.

Vorsicht ist auch bei Medikamenten angebracht, die den Koffeinabbau beeinflussen oder selbst anregend wirken. Bei regelmäßiger Einnahme von Arzneimitteln gegen Herz, Blutdruck, psychische Beschwerden oder ADHS ist eine kurze Rückfrage in der Apotheke die bessere Lösung als ein Selbstversuch.

Sehr heißer Mate ist ein eigenes Risiko

Die Temperatur wird beim Thema Mate oft übersehen. Traditionell wird der Aufguss teilweise mit nahezu kochendem Wasser getrunken. Die Internationale Agentur für Krebsforschung bewertet regelmäßig konsumierte sehr heiße Getränke über etwa 65 °C als wahrscheinlich krebserregend für die Speiseröhre.

Das heißt nicht, dass Mate grundsätzlich Krebs verursacht. Nach heutigem Kenntnisstand liegt das Problem vor allem in der anhaltenden Hitzeeinwirkung, nicht allein in den Mateblättern. Sehr heißer Tee kann die Schleimhaut wiederholt reizen, besonders wenn er täglich und über Jahre getrunken wird.

Ich lasse Mate deshalb kurz abkühlen, bevor ich ihn trinke. Wenn der Aufguss nicht mehr brennt und man ihn ohne vorsichtiges Schlürfen trinken kann, ist die Temperatur meist deutlich angenehmer. Ein Thermometer ist im Alltag nicht nötig, aber direkt kochendes Wasser sollte nicht die Regel sein.

Bei geräuchert getrockneten Mateblättern wird außerdem über mögliche Belastungen mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen gesprochen. Wer dieses Thema vermeiden möchte, kann zu Produkten mit schonender Trocknung und nachvollziehbaren Qualitätsangaben greifen. Das ist eine vernünftige Vorsichtsmaßnahme, ersetzt aber keine pauschale Risikobewertung jeder einzelnen Marke.

So lässt sich Mate mit weniger Risiko genießen

Für viele gesunde Erwachsene reicht eine moderate Menge völlig aus. Entscheidend ist nicht, Mate komplett zu meiden, sondern den Aufguss so einzusetzen, dass er nicht unbemerkt den Schlaf oder das Herz-Kreislauf-System belastet.

  1. Klein anfangen und eine schwächere Portion wählen, besonders bei neuer Sorte oder ungewohnter Zubereitung.
  2. Alle Koffeinquellen addieren, statt nur auf die Mate-Tasse zu schauen.
  3. Mate möglichst nicht am späten Nachmittag trinken, wenn der Schlaf empfindlich reagiert.
  4. Den Aufguss nicht kochend heiß trinken und zwischen den Portionen Wasser trinken.
  5. Mate nicht mit Energy-Drinks, Koffeinpulver oder mehreren starken Kaffees kombinieren.
  6. Bei Herzklopfen, Zittern, Übelkeit oder starker Unruhe die Menge sofort reduzieren oder pausieren.

Auch der Klassiker, Mate auf nüchternen Magen zu trinken, funktioniert nicht für jeden. Bei Sodbrennen oder Übelkeit ist ein kleiner Snack davor oft hilfreicher als immer mehr Milch, Zucker oder zusätzliche Aromen. Falls die Beschwerden trotz Pause wiederkehren, sollte man nicht weiter mit der Dosierung experimentieren.

Wer täglich große Mengen trinkt, sollte die Reduktion langsam angehen. Plötzlicher Koffeinentzug kann Kopfschmerzen, Müdigkeit und Gereiztheit auslösen. Ein schrittweises Verringern über einige Tage ist meistens angenehmer.

Ein guter Mate-Rhythmus schützt den Genuss

Mate-Tee ist für gesunde Erwachsene in moderaten Mengen meist gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen hängen mit Koffein, individueller Empfindlichkeit, spätem Konsum und zu heißer Zubereitung zusammen.

Mein praktischer Maßstab ist deshalb einfach. Eine kleine oder mittelstarke Portion am frühen Tag, eine kontrollierte Tagesmenge und eine Trinktemperatur, die nicht brennt, machen für viele Menschen den größten Unterschied. Bei Schwangerschaft, Erkrankungen, Medikamenten oder wiederkehrenden Beschwerden sollte die persönliche Situation stärker zählen als allgemeine Richtwerte.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Für gesunde Erwachsene gelten bis zu 200 mg Koffein als einzelne Aufnahme und maximal 400 mg über den Tag verteilt als Orientierung. Kaffee, Mate-Limonade, Energy-Drinks, Kakao und Schokolade müssen dabei mitgerechnet werden. Wer schon bei kleineren Mengen unruhig wird, sollte sich an der eigenen Reaktion orientieren.
Das natürliche Koffein kann Nervosität, Zittern, Herzklopfen, einen schnelleren Puls und vorübergehend höheren Blutdruck verursachen. Schlafprobleme treten besonders auf, wenn Mate am späten Nachmittag oder Abend getrunken wird. Empfindliche Personen sollten Mate mindestens 6 bis 8 Stunden vor dem Schlafengehen meiden und bei Beschwerden pausieren.
Blattmenge, Wassertemperatur, Ziehzeit und die Anzahl der Aufgüsse bestimmen, wie viel Koffein aufgenommen wird. Eine große Blattmenge mit vielen Nachgüssen kann deutlich mehr Koffein liefern als eine kleine, kurz gezogene Portion. Bei Sodbrennen oder Übelkeit helfen meist ein schwächerer Aufguss und das Trinken nach einer kleinen Mahlzeit.
Sehr heiße Getränke über etwa 65 °C können die Speiseröhre bei regelmäßigem, langjährigem Konsum belasten. Mate sollte daher kurz abkühlen und nicht mehr brennen, bevor er getrunken wird. Das Risiko betrifft vor allem die anhaltende Hitzeeinwirkung und bedeutet nicht, dass Mate grundsätzlich Krebs verursacht.
In der Schwangerschaft sollten insgesamt höchstens 200 mg Koffein täglich aufgenommen werden, einschließlich aller anderen Koffeinquellen. Mate sollte daher schwach und gelegentlich getrunken oder durch eine koffeinfreie Alternative ersetzt werden. Beim Stillen kann Koffein in kleinen Mengen in die Muttermilch übergehen; bei auffälliger Unruhe des Säuglings ist eine Rücksprache mit Hebamme oder Arzt sinnvoll.
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Autor Tamara Ackermann
Tamara Ackermann
Ich bin Tamara Ackermann und beschäftige mich seit 15 Jahren intensiv mit der faszinierenden Welt des Tees, erfrischenden Getränken und der Kunst der Mixologie. Meine Reise in diese Bereiche begann aus einer tiefen Neugier heraus, wie aus einfachen Zutaten komplexe und genussvolle Geschmackserlebnisse entstehen können. Auf comebuypotsdam.de teile ich mein Wissen und meine Begeisterung, indem ich Ihnen helfe, die Nuancen verschiedener Teesorten zu verstehen, kreative Erfrischungen zu kreieren oder die Geheimnisse hinter spannenden Cocktails zu entschlüsseln. Dabei lege ich Wert darauf, fundierte Informationen verständlich aufzubereiten, aktuelle Trends zu beleuchten und Ihnen stets zuverlässige und nützliche Einblicke zu geben, damit Sie Ihre eigenen Genussmomente bereichern können.
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