Matcha und Kaffee in einem Glas klingt zunächst ungewöhnlich, funktioniert geschmacklich aber erstaunlich gut. Mein Matcha-Kaffee-Rezept verbindet eine leicht herbe Grüntee-Note mit cremiger Milch und einem kräftigen Espresso. Ich zeige dir die zuverlässige Grundversion, Varianten für warm und kalt sowie die häufigsten Fehler bei der Zubereitung.
Die wichtigsten Schritte für einen gelungenen Matcha-Kaffee
- 1 g Matcha mit 30 ml Wasser bei etwa 70 bis 80 °C klumpenfrei aufschlagen.
- Für die Basis reichen 150 ml Milch und ein einfacher Espresso.
- Ein doppelter Espresso macht den Drink deutlich kräftiger und koffeinreicher.
- Für die beste Textur zuerst eine Matcha-Paste anrühren, statt das Pulver direkt in die Milch zu geben.
- Mit Eiswürfeln wird daraus ein erfrischender Iced Matcha Coffee.

Der unkomplizierte Matcha-Kaffee mit Espresso
Für die erste Zubereitung empfehle ich eine kalte Version. Der Espresso kühlt schnell ab, die Aromen bleiben klar getrennt und der Drink wirkt durch Eis und Milch besonders frisch. Das Rezept ergibt ein großes Glas mit etwa 220 bis 250 ml.
Zutaten für ein Glas
- 1 g Matcha, etwa ½ bis 1 Teelöffel
- 30 ml warmes Wasser
- 1 Espresso, etwa 25 bis 30 ml
- 150 ml kalte Milch oder Pflanzendrink
- 4 bis 6 Eiswürfel
- optional 1 bis 2 Teelöffel Ahornsirup, Honig oder Vanillesirup
Bei der Milch greife ich gern zu einem gut aufschäumbaren Haferdrink, weil er eine natürliche Süße mitbringt. Kuhmilch schmeckt etwas neutraler, während ungesüßter Mandeldrink die grünen Matcha-Noten stärker hervorhebt.
So gelingt die Zubereitung ohne Klümpchen
- Gib das Matcha-Pulver in eine kleine Schale und füge zunächst nur etwa 30 ml Wasser mit 70 bis 80 °C hinzu.
- Rühre das Pulver zu einer glatten Paste an. Ein Bambusbesen ist ideal, ein kleiner Schneebesen funktioniert ebenfalls.
- Schlage die Paste anschließend kurz auf, bis eine feine Schaumschicht entsteht.
- Bereite den Espresso zu. Für einen milderen Drink verwendest du einen einfachen Espresso, für mehr Wucht einen doppelten.
- Fülle ein Glas mit Eiswürfeln und gieße die Milch darüber.
- Gib den Matcha langsam auf die Milch und setze den Espresso zum Schluss obenauf.
Die Reihenfolge ist nicht nur für die Optik wichtig. Durch das Anrühren mit wenig Wasser verteilt sich der Matcha gleichmäßig und bleibt cremig statt sandig. Ich rühre den Drink vor dem Trinken nur einmal leicht um, damit Matcha, Milch und Espresso noch erkennbare Geschmacksschichten behalten.
Wenn kein Bambusbesen vorhanden ist
Ein kleines Schraubglas kann den Besen ersetzen. Matcha und Wasser hineingeben, verschließen und etwa 10 Sekunden kräftig schütteln. Danach den Inhalt durch ein feines Sieb geben, falls sich noch kleine Klümpchen gebildet haben.
Warm, kalt oder als dreifarbiger Drink
Die kalte Variante ist der einfachste Einstieg, doch auch warme Zubereitungen haben ihren Reiz. Entscheidend ist, den Matcha nicht mit kochendem Wasser zu übergießen. Zu hohe Temperaturen machen ihn schnell bitter und lassen die frischen, leicht süßlichen Noten verschwinden.
Warmer Matcha Espresso Latte
- 1 g Matcha mit 30 ml Wasser bei 70 bis 80 °C aufschlagen.
- 150 ml Milch auf etwa 60 bis 65 °C erwärmen und aufschäumen.
- Den Matcha in die Tasse geben und die Milch langsam daraufgießen.
- Zum Schluss einen Espresso hinzufügen.
Für die warme Version nehme ich gern einen Espresso mit nussigen oder schokoladigen Noten. Sehr fruchtige Bohnen können mit Matcha schnell säuerlich wirken. Ein kleiner Schuss Vanillesirup rundet den Latte ab, falls dir die Kombination zunächst zu herb erscheint.
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Dreischichtiger Iced Matcha Coffee
Für sichtbare Schichten kommen zuerst Matcha und etwas Süße ins Glas. Danach folgen Eiswürfel und Milch, bevor der abgekühlte Espresso langsam über einen Eiswürfel gegossen wird. So entsteht ein grüner, heller und dunkler Farbverlauf, der sich besonders gut in einem hohen Glas zeigt.
Die Schichtung hält allerdings nicht ewig. Nach einigen Minuten vermischen sich die Flüssigkeiten, was geschmacklich kein Nachteil ist. Wer die Optik fotografieren möchte, sollte den Espresso erst kurz vor dem Servieren aufgießen.
Welche Milch und welcher Kaffee am besten passen
Beim Kaffee entscheidet nicht allein die Stärke, sondern vor allem das Röstprofil. Matcha bringt eine grasige, umamiartige Würze mit. Dazu passen Kaffees mit nussigen, karamelligen oder kakaohaltigen Aromen meist besser als sehr helle, säurebetonte Röstungen.
| Basis | Geschmack | Geeignet für |
|---|---|---|
| Einfacher Espresso | Ausgewogen und weniger bitter | Einsteiger und kleinere Gläser |
| Doppelter Espresso | Kräftig, dunkel und deutlich präsent | Große Latte-Gläser und Kaffeeliebhaber |
| Cold Brew | Weich, mild und wenig säurebetont | Besonders harmonische kalte Drinks |
| Haferdrink | Cremig und leicht süß | Vegane Varianten und Dessertgeschmack |
| Mandeldrink | Leicht nussig und dünner | Frische, weniger schwere Iced Drinks |
Meine persönliche Standardkombination ist mittelkräftiger Espresso mit Barista-Haferdrink. Die Milch puffert die Bitterkeit ab, ohne den Matcha vollständig zuzudecken. Kokosdrink funktioniert ebenfalls, verändert den Drink aber deutlich in Richtung Sommerdessert.
Koffein und Süße sinnvoll dosieren
Matcha enthält bereits Koffein, weil das gesamte Teeblatt als Pulver getrunken wird. Zusammen mit einem Espresso entsteht deshalb ein Getränk mit spürbarer Wirkung. Je nach Matcha-Menge, Bohnensorte und Espresso kann ein Glas grob 45 bis 100 mg Koffein enthalten.
Wer empfindlich auf Koffein reagiert, nimmt zunächst nur ½ g Matcha und einen einfachen Espresso. Auch ein entkoffeinierter Espresso ist eine gute Lösung, wenn der Geschmack im Vordergrund stehen soll. Besonders am späten Nachmittag würde ich keinen doppelten Espresso plus volle Matcha-Portion wählen.
Bei der Süße starte ich mit einem Teelöffel. Matcha schmeckt nicht automatisch süß, und zu viel Sirup macht den Drink schnell schwer. Haferdrink oder ein besonders mildes Matcha-Pulver können bereits ausreichen, sodass keine zusätzliche Süße nötig ist.
Diese Fehler machen den Drink bitter oder wässrig
- Kochendes Wasser: Es verstärkt die Bitterkeit. Besser ist deutlich abgekühltes Wasser.
- Zu viel Matcha: Mehr Pulver bedeutet nicht automatisch mehr Aroma. Für ein Glas reichen meist 0,5 bis 1 g.
- Matcha direkt in Milch: Das Pulver löst sich schlecht und bildet grüne Klümpchen.
- Sehr heißer Espresso: Auf Eis kann er stark verwässern. Kurz abkühlen lassen oder über einen Eiswürfel gießen.
- Zu wenig Flüssigkeit: Ein konzentrierter Drink wirkt schnell trocken und bitter. Bei 1 g Matcha sind rund 150 ml Milch ein guter Ausgangspunkt.
Ein weiterer häufiger Fehler ist minderwertiger oder überalterter Matcha. Frisches Pulver riecht angenehm grün und leicht süßlich. Wirkt es stumpf, gelblich oder stark fischig, lässt sich das Problem meist nicht mit mehr Sirup lösen.
Der beste Stellhebel für dein eigenes Rezept
Beginne mit der milden Grundversion aus ½ g Matcha, einem Espresso und 150 ml Milch. Danach kannst du genau eine Sache verändern: mehr Matcha für Teecharakter, einen doppelten Espresso für mehr Kaffeepräsenz oder etwas Sirup für eine dessertartige Variante.
So findest du schneller dein persönliches Verhältnis, als wenn du alle Zutaten gleichzeitig erhöhst. Für mich liegt die überzeugendste Balance bei einem einfachen Espresso, kräftigem Haferdrink und wenig Süße, serviert auf Eis.